- Ich bin noch nie mit Schneeschuhen gewandert. Ist das schwer?
Die Aussage, „Wer wandern kann, kann´s auch mit Schneeschuhen“ stimmt zunächst. Die Technik ist einfach und wird nach wenigen Schritten beherrscht.
Am Anfang meint der Ungewohnte sehr breitbeinig gehen zu müssen. Nach ein paar dutzend Metern stellt er fest, dass dies gar nicht so extrem nötig ist. Durch die volle Drehbeweglichkeit unserer Schneeschuhbindungen stellt sich bald ein ganz natürlicher Bewegungsablauf ein. Auch bieten wir spezielle Damenmodelle für alle Größen an, die eine etwas schlankere Rahmengeometrie für normales, hüftbreites Gehen aufweisen.
- Wie fit muss ich sein, um an der Schneeschuh-xc-Tour teilnehmen zu können?
Nur in zwei Fällen kam es in den letzten Wintern vor, dass Teilnehmer/innen in der ersten halben Stunde zur Hütte zurückkehren mussten. Einmal wegen Unwohlsein, das andere Mal, weil der erste steile Bergaufschwung im tiefen Neuschnee doch zu anstrengend war. Auf dem Gipfel angekommen „schnaufen“ aber mindestens die Hälfte der Gruppe kurzfristig ganz ordentlich.
Unser Gehtempo richtet sich nach dem/ der langsamsten Teilnehmer/ in. Wir machen immer wieder Pausen und es gibt einige Flachstücke auf der Tour. Um aber die Tour genießen zu können und den Blick für die Natur frei zu haben, wäre eine normale bis ordentliche Kondition zuträglich. Tiefschnee, Kälte und Schneetreiben zehren u.U. zusätzlich an der Kraft und in der Höhe um 1500 MüM ist die Luft schon merklich „dünner“.
- Welches Material ist das Beste?
Das kommt auf Geschmack und Einsatzzweck an. Es gibt die klassischen Schneeschuhe mit Holzrahmen und Lederbespannung (einfaches, eher flacheres Gelände),
reine Plastikgeräte (einfaches bis hügeliges Gelände), darunter aber auch Profi-Geräte,
Alurahmen mit Neoprenbespannung ( Mittelgebirge, Alpen)
und Profi-High-Tech-Teile fürs Hochgebirge, die fast schon Steigeisen ersetzen.
- Welche Schuhe benötige ich?
Für unseren Zweck sind normale, feste Bergstiefel ausreichend.
Falls sie selbst mal längere Unternehmungen im Gebirge unternehmen wollen oder wenn´s mal so richtig kalt ist, dann sind Schalenschuhe (Plastikaußenschale mit herausnehmbarem Innenschuh) das Mittel der Wahl.
Unser Tipp wenn´s kalt ist (von innen nach außen): Dünne „Arztsöckchen“ / eine dünne Plastiktüte (Vespertüte) / dicke Wollsocken / ein guter, nicht zu enger Lederstiefel / gute (teure, Gore-Tex) Gamaschen.
- Wo finde ich gute Schneeschuhwandergebiete?
In den Mittelgebirgen, z.B. bei uns im Schwarzwald. Speziell der Südschwarzwald bietet sich an, da er nicht so stark bewaldet ist.
Überall wo Sommerwanderwege sind, kann man auch im Winter wandern. Die örtlichen Touristeninformationen bieten Wanderkarten und Infos. Vorschlag: Der „Westweg“ von Pforzheim nach Basel im Winter!?
Und natürlich im Alpenraum (Voralpen, Hochgebirge) und in Skandinavien, Kanada, . . . Vielleicht sogar bei Ihnen, hinterm Haus, wenn es Schnee hat!
- Wo darf man Schneeschuhwandern, wo nicht?
Überall dort, wo auch im Sommer ausgewiesene Wanderwege sind.
Auf allen offenen Flächen, wie zum Beispiel über verschneiten Almen und Weiden, die im Sommer nicht zugänglich sind. Die Weidezäune sind im Winter abgelegt oder zugeschneit.
Bitte bleiben Sie in den Wäldern auf den Wegen!
Wir bitten Sie um Zurückhaltung in allen Naturschutzgebieten! Bleiben Sie dort auf den Wegen! Betreten Sie nicht die Rückzugsgebiete der Wildtiere: Nicht querbeet durch den Wald, nicht durchs dichte Unterholz, keinen Lärm machen, . . .
- Ich habe mich angemeldet, befürchte aber, dass kein Schnee liegt.
Bei den häufigen Anfragen die wir haben, kommen immer wieder die Bedenken: "Was ist, wenn´s keinen Schnee hat?"
Wenn es gar keinen Schnee hat, dann fällt die Schneeschuhwanderung natürlich aus.
Denn: Ohne Schnee, kein Schneeschuhwandern!
Sie bekommen rechtzeitig in der Woche vor dem Termin die Information auf unserer Internetstartseite unter Home/Aktuell und/oder eine e-mail-Nachricht.
Auf dem Terminkalender sehen Sie, welche Wandertermine noch frei sind, bzw. noch Kapazitäten haben. Melden Sie sich einfach erneut an oder, falls sie keinen passenden Ersatztermin finden, lassen Sie sich Ihre Anzahlung zurücküberweisen.
Aber selbst in schneearmen Wintern ist unsere Tour gesichert, da wir uns über 1200 MüM bewegen, wo der Niederschlag fast immer Schnee ist. Und sollte die durchschnittliche Schneeauflage einmal nur dünn sein, durch die Windverfrachtung gibt es hauptsächlich nordostseitig des Herzogenhorns längere Strecken, wo man ohne Schneeschuhe oder Tourenski nicht durchkommt. Im Spätwinter / Frühjahr ist es oft so, dass es dort noch sehr viel Schnee hat - ideal für Schneeschuhe -, die sonnigen Südseiten aber schon teilweise schneefrei sind. Hier ziehen wir dann einfach unsere Schneeschuhe aus und wandern - ein besonderes Erlebnis: Aus dem Winter in den Frühling!